Aus persönlicher Überzeugung
«Nachhaltigkeit sichtbar gemacht»
Plangespräch mit Patrick Suter CEO ERNE Holzbau AG

Erne Gruppe – Facts & Figures
Die Erne Gruppe beschäftigt rund 1’100 Mitarbeitende, davon etwa 400 im Holzbau. Hinzu kommen ca. 100 Mitarbeitende bei Husner Holzbau, das ebenfalls zur Gruppe gehört. Im Holzbau wird inzwischen ein gleich hoher Umsatz erzielt wie im Massivbau – das Verhältnis ist mitlerweile fast ausgeglichen. Der Holzbau-Bereich ist in den letzten Jahren stark gewachsen, - während das klassische Baugeschäft moderat zugelegt hat – unter anderem bedingt durch Marktdynamik und den Schritt in internationale Märkte.
ca. 20 % des Umsatzes
Westschweiz
rund 20 % mit starkem Wachstum
Deutschland
macht den Rest aus ebenfalls wachsend
Deutschschweiz
Die ERNE Holzbau hat sich einen Namen durch nachhaltiges Bauen gemacht. Wir treffen Patrick Suter, den CEO der Erne AG, in Stein auf einem Rundgang durch den Betrieb. Das Gespräch beginnt im Eingangsbereich der Zentrale – ein grosses, lichtdurchflutetes Gebäude. Hier arbeiten rund 200 Mitarbeitende, der Rest ist in der Produktion tätig. Was sehen wir?
„Unsere Zentrale ist bewusst so gestaltet, dass wir unseren Kundinnen und Kunden zeigen können, was wir machen. Wir präsentieren hier unsere Hauptprodukte direkt im Gebäude. In diesem Teil zum Beispiel wurde unser Holz-Hybrid-System verbaut – eine Kombination aus Holz und Beton. Du siehst hier ganze Geschossdecken, die so umgesetzt sind.
Im Vergleich zur klassischen Betondecke, die rund 25 Zentimeter dick ist, kommen wir mit nur 12 Zentimetern Beton aus. Den Rest übernehmen Holzelemente – wir ersetzen den gesamten Stahlanteil durch Holz. Das ist eine unserer Spezialitäten. Wenn wir über Nachhaltigkeit sprechen, ist genau das einer unserer grössten Hebel. Denn der Stahlersatz durch Holz reduziert die graue Energie massiv.“

"Materialeffizienz und CO₂-Bilanz"
Wenn ich da gleich einhake – ihr spart also gleich an mehreren Stellen Material ein. Die Betondecke ist dünner, ihr verzichtet auf Armierungseisen, weil ihr sie grösstenteils durch Holz ersetzt. Und durch den hohen Holzanteil verändert sich natürlich auch eure CO₂-Bilanz im Vergleich zu einer herkömmlichen Betondecke?
„Genau. Und zusätzlich optimieren wir auch den Beton selbst, so weit es geht. Wir verwenden CO₂-reduzierte Zemente und versuchen, den Zementanteil insgesamt zu minimieren. Wir forschen auch auf anderen Gebieten – zum Beispiel arbeiten wir mit Lehmbeton – das ist wirklich ein zukunftsweisender Ansatz. Du siehst hier im Gebäude zum Beispiel Stampflehmwände, die kennt man schon länger. Lehmbeton hingegen ist etwas Neues. Dabei setzen wir zementfreie Bindemittel ein, die sich mit Lehm kombinieren lassen. Das Ziel ist, dieses Material langfristig auch in tragenden Geschossdecken einzusetzen. Das ist eine unserer grossen Entwicklungsrichtungen.
Und unsere Holzhybridkonstruktion ist heute schon Grundlage für den Holzhochhausbau. Alle Holzhochhäuser, die in der Schweiz bisher realisiert wurden, basieren auf unserer Systemlösung.“
Wo liegen denn die Herausforderungen? Wo stösst das System an Grenzen?
„Die Planung ist anspruchsvoller – insbesondere im Engineering braucht es viel Fachwissen. Und das kostet natürlich. Wer möglichst günstig bauen will, setzt oft auf klassische Lösungen: Einsteinmauerwerk, Betondecke, Vollwärmeschutz – fertig. Aber als Gesellschaft können wir uns das auf Dauer nicht mehr leisten. Wenn wir es mit dem Ziel der CO₂-Neutralität ernst meinen – und das ist kein frommer Wunsch, sondern ein Muss – dann brauchen wir neue Konstruktionsweisen. Holzbau ist da eine sehr wirksame Option.“
"Nachhaltigkeit als persönliche Überzeugung"
Wenn du davon erzählst, merkt man sofort, wie sehr du für das Thema brennst. Nachhaltigkeit im Bauen ist für dich ein persönliches Anliegen, oder?
„Absolut. Wir werden in Zukunft nicht um das Thema herumkommen – wir stecken ja längst mittendrin. Die Herausforderung ist, dass wir das Thema dauerhaft auf der Agenda halten. Denk mal zurück an die Pandemie: Ein kurzfristiges Ereignis hat plötzlich alle langfristigen Ziele verdrängt. Jetzt sind es andere Krisen, die uns beschäftigen – geopolitische Konflikte, Wahlen in den USA. Wir müssen aufpassen, dass wir als Gesellschaft den Blick für das Langfristige nicht verlieren. Wenn wir mit unserer Arbeit im Holzbau einen Beitrag leisten können, dann ist das für mich extrem motivierend. Natürlich ist das ganze Thema für den Holzbau und für ERNE auch eine oekonomische Chance; wir haben da einfach Stärken die wir ausspielen können."
Holz ist ja nicht gleich Holz. Je nach Herkunft und Transportwegen ist die Nachhaltigkeit besser oder schlechter. Woher stammt euer Holz? Worauf legt ihr bei der Beschaffung Wert?
„Wir verarbeiten fast ausschliesslich FSC-zertifiziertes Holz oder gleichwertige Standards. Das Holz aus der Schweiz unterliegt ohnehin strengen gesetzlichen Vorgaben – oft sogar strenger als viele Zertifizierungen. Deshalb bestehen wir bei Schweizer Holz nicht auf einem Label. Im Normalfall versteht unser Holz Schweizerdeutsch – vieles kommt aus dem süddeutschen Raum, aus Österreich, vor allem Vorarlberg. Nur ein kleiner Teil stammt aus entfernteren Regionen. Natürlich beeinflusst der Transport die CO₂-Bilanz. Aber grundsätzlich gilt: Rund 90 % der Emissionen entstehen durch das Material selbst – nur etwa 10 % durch Verarbeitung, Maschinen und Transport. Entscheidend ist also, was verbaut wird – nicht nur wie.“
Und wie sieht es mit dem steigenden Holzbedarf aus? Holz wächst nach, aber eben nicht unbegrenzt schnell. Macht euch das Sorgen?
„Ja, das ist ein Thema. Deshalb ist eine nachhaltige Forstwirtschaft so wichtig. Wir dürfen nur so viel entnehmen, wie auch nachwächst – sonst ist der Holzbau nicht mehr nachhaltig. Bisher funktioniert das gut, wir bekommen unsere Ressourcen. Und ein bisschen Luft nach oben gibt es auch noch. Aber es ist illusorisch zu glauben, wir könnten künftig alles aus Holz bauen. In der Schweiz werden jährlich rund 18 Millionen Tonnen Beton verbaut – dem gegenüber stehen 2 bis 3 Millionen Tonnen Holz. Wir brauchen also beides.
Genau deshalb setzen wir auf hybride Konstruktionen. Damit können wir Beton dort ersetzen, wo es sinnvoll ist – und mit einer klugen Kombination von Holz und Beton erreichen wir mehr, als wenn wir einfach versuchen, möglichst viel Holz in ein Gebäude zu stecken. Entscheidend ist, dass jedes Material dort eingesetzt wird, wo es den grössten Nutzen bringt – effizient, mit so wenig Material wie möglich. Dann wird das Bauen automatisch nachhaltiger.“

"Gestaltung und Materialeinsatz."
Wir stehen hier in eurem Neubau – und der vereint offensichtlich alles, was ihr könnt: Hybrid-Konstruktionen und Stampflehmwände. Und dabei wirkt alles sehr offen, modern und ästhetisch. Was mich überrascht: Wir laufen hier im ersten Stock auf Teppich. Kein Parkett in einem Gebäude einer Holzbaufirma?
„Der Teppich ist einerseits ein Schallschutz-Element, andererseits auch eine gestalterische Entscheidung. Es muss nicht alles aus Holz sein. Holz ist ein moderner Baustoff, mit dem man tolle, zeitgemässe Gebäude realisieren kann – aber er gehört eben dorthin, wo er am meisten bringt. Ich sehe ihn lieber in der Konstruktion als auf dem Boden. In einem Massivbau ist ein schöner Parkettboden sicher etwas Tolles. Aber letztlich muss das Gesamtkonzept stimmen – und die Architektinnen und Architekten müssen mit dem Material arbeiten wollen.“
"Bauen mit Lehm – lokal und nachhaltig"
Wir haben vorhin die Lehmwände gesehen. Klassisch wäre da Beton. Warum habt ihr euch hier für Stampflehm entschieden?
„Weil Lehm unglaublich nachhaltig ist. Die Stampflehmwände hier bestehen aus dem Aushub des Gebäudes selbst – das Material wurde 500 Meter weiter verarbeitet, zurückgebracht und verbaut. Im Grunde ist es verdichteter Dreck mit rund 15 % Splittanteil – mehr nicht. Aber es ist ein fantastisches Material. Der einzige Nachteil: Es ist sehr arbeitsintensiv.“
"Nachhaltig, aber aufwendig"

Warum ist Stampflehm so aufwendig?
„Weil er in Schichten à 15 cm eingebracht und jeweils verdichtet werden muss. Das dauert. Wir haben das hier mit einem Roboter gemacht – damit konnten wir die Kosten gegenüber einer manuellen Verarbeitung immerhin um rund 30 % senken. Aber von günstig sind wir noch weit entfernt. Wir sind also von „extrem teuer“ auf „sehr teuer“ gekommen. Trotzdem: In Sachen CO₂-Bilanz ist Stampflehm unschlagbar.“
Ist Lehm also das Baumaterial der Zukunft?
„Wir glauben daran, ja. Vielleicht nicht unbedingt der Stampflehm, aber es gibt verschiedene Verarbeitungstechniken – etwa Spritz- oder Gussverfahren. Der klassische Stampflehm ist nicht besonders tragfähig, damit kannst du maximal zwei- bis dreigeschossig bauen. Aber für Decken oder Unterlagsböden ist Lehm eine sehr gute, nachhaltige Alternative zu Beton.“
"Sichtbar – oder nicht?"
Bei euch ist der Lehm sichtbar. Man könnte die Wände ja auch verputzen, oder?
"Könnte man, klar. Aber das Besondere am Stampflehm ist ja gerade die sichtbare Schichtung – das Material spricht für sich. Und ein Verputz würde die Kosten zusätzlich in die Höhe treiben. Eine Alternative wäre das Mauern mit Lehmsteinen – auch das ist nachhaltig und visuell ansprechend."
Wenn ich bis hierhin zusammenfasse: Ihr baut hauptsächlich mit Holz-Hybrid-Konstruktionen und testet Lehm als ergänzendes Material. Gibt es noch ein drittes Standbein?
"Ja, neben Holz-Hybrid haben wir ein weiteres zentrales Produkt: modulare Raumzellen – also dreidimensionale Bauelemente, die sich einfach transportieren und wiederverwenden lassen."
"Kreislaufwirtschaft konkret"
Also Kreislaufwirtschaft in der Praxis?
"Genau. Der Gebäudeteil, in dem wir uns gerade befinden, war früher in der Westschweiz im Einsatz. Wir haben die Module zurückgekauft und ein Büro daraus gemacht. Andere Module aus dem gleichen Bestand wurden zu zwei Kinderkrippen umgebaut. Das ist echtes Re-Use. Unsere Module bestehen aus zwei Elementen: jeweils sechs Meter lang, drei Meter breit, mit einem Mittelgang – alle standardisiert. Die Verbindung zwischen den Modulen ist eine einfache Leiste, die sich abschrauben lässt. Dann kannst du sie wie Lego wieder auseinandernehmen und anderswo neu zusammensetzen – in zehn, in hundert, in zweihundert Jahren.
Und die ganze Konstruktion ist selbsttragend?
"Ja, komplett. Wir bauen ganze Gebäude so, dass sie rückgebaut und wiederverwendet werden können. Das ist für uns echte Nachhaltigkeit."
"Holz – auch im Brandfall geeignet?"
Kritiker des Holzbaus führen an, dass im Brandfall der Schaden grösser sei als bei Beton- oder Stahlkonstruktionen. Was sagst du dazu?
"Komm, ich zeige dir gleich, was passiert, wenn’s brennt. (Wir gehen rüber zum Parkhaus). Hier im Parkhaus – ebenfalls hybrid gebaut mit Betondecken und Holzträgern – hat nach vier Monaten ein Auto Feuer gefangen. Es hat etwa 20 Minuten lang gebrannt. Unsere Leute haben gelöscht und das Auto entfernt. Was passiert ist? Nur die Oberfläche des Holzes ist verkohlt. Das sieht man gut an den Testbohrungen. Darunter ist alles intakt."
Und bei einer Stahlkonstruktion?
"Da hätte sich der Träger durch die Hitze verformt und wäre vermutlich um bis zu 50 cm abgesackt. Der Schaden wäre massiv gewesen. Unsere Konstruktion hingegen bleibt stabil. Wir haben das statisch überprüft: Das Holz kann drin bleiben, die Tragfähigkeit ist unverändert."
Aber bei einem grösseren Brand?
"Klar, bei einem Vollbrand wäre auch unser Parkhaus verloren. Aber das Interessante ist: Ein offenes Parkhaus hat keine gesetzlichen Anforderungen an den Brandschutz. Wir haben freiwillig ein objektspezifisches Konzept entwickelt und mussten 30 Minuten Feuerwiderstand garantieren – das erfüllt unsere Konstruktion ohnehin.
Und übrigens: Ein halbes Jahr später hat noch ein Auto oben auf dem Dach gebrannt – und bevor du fragst: nein, es waren beides keine E-Autos, sondern Benziner. Statistisch gesehen brennt es jetzt vermutlich nie wieder bei uns im Parkhaus."
Die Vorteile liegen ja wirklich auf der Hand – sogar im Brandfall. Abgesehen davon, dass es planerisch anspruchsvoll ist: Gibt es keine weiteren Nachteile?
"Nein, aus unserer Sicht nicht. Die einzige wirkliche Herausforderung liegt im Mindset – bei Bauherrinnen und Bauherren, die leider zum Teil noch sehr konventionell denken. Da braucht es noch einiges an Aufklärungsarbeit."
Nur bei der Bauherrschaft?
"Gute Frage. Warum tun wir Menschen uns generell so schwer mit Veränderungen? Aber es bewegt sich gerade viel – und das in hohem Tempo. Vor ein paar Jahren waren es noch vor allem Einfamilienhäuser aus Holz. Heute bauen wir ganze Wohnsiedlungen und Dienstleistungsgebäude: Zahnarztpraxen, Apotheken, Schulhäuser, Büro- und Laborbauten, ja sogar Hochhäuser. Gerade entsteht ein Schulkomplex mit zwei grossen Turnhallen – 120 Meter lang.
Das Spektrum ist riesig. Und auch gestalterisch ist Holz extrem vielseitig – sowohl innen als auch aussen. Es ist ein ehrliches Material: So wie es gebaut ist, so wirkt es. Und genau damit kann Architektur Atmosphäre schaffen – durch Materialwahl, Planung und Gestaltung."

"Ein Blick in die Produktion"
"Übrigens, wir stehen jetzt in einer unserer Fertigungshallen. Oh – Mist, heute wird ja gar nicht grilliert. Ich hab ganz vergessen: Die sind alle am Skifahren. Tut mir leid – bei uns ist es eigentlich Tradition, dass freitags gegrillt wird. Aber wir finden eine Alternative!"
(lacht) Kein Problem!
"Also, wir haben aktuell vier Fertigungsstandorte: drei hier in der Region und einen in Deutschland, den wir letzten Herbst in Betrieb genommen haben. Bis jetzt haben wir das ganze Deutschlandgeschäft von der Schweiz aus abgewickelt – und auch künftig wird ein grosser Teil der Produktion für Deutschland weiterhin hier stattfinden."
Produziert ihr in Deutschland, weil es dort günstiger ist?
"In erster Linie geht es um die Nähe zu unseren Kundinnen und Kunden. Wir wachsen stark in Deutschland und wollen näher dran sein – deshalb der Entscheid, auch dort zu produzieren. Ob es günstiger ist? Jein. Alles, was noch per Hand gemacht wird, ist in Deutschland tatsächlich günstiger. Aber dort, wo wir industrialisieren, sind wir absolut konkurrenzfähig – auch von der Schweiz aus.
Und wir müssen auch industrialisieren – nicht zuletzt wegen des Fachkräftemangels. Deshalb haben wir stark in die Automatisierung investiert. Zum Beispiel in eine neue Testanlage, die inzwischen in Betrieb ist. Dort produzieren wir Fassadenröste automatisiert – ein Produkt, das wir früher komplett von Hand gefertigt haben, rund 15’000 Quadratmeter pro Jahr. Jetzt übernehmen vier Knickarm-Roboter die Arbeit."
Und die Roboter habt ihr selbst entwickelt?
"Ja, ein vierköpfiges Robotik-Team hat die Anlage entwickelt. Und auch hier denken wir in Kreisläufen: Die Roboter stammen aus zweiter Hand – Occasion-Geräte von deutschen Autoherstellern. So können wir nicht nur effizienter produzieren, sondern auch ressourcenschonender. Die neue Anlage ist etwa ein Drittel effizienter als die manuelle Fertigung."

"Wachstumspotenzial in Deutschland"
Wo seht ihr in Deutschland das grösste Potenzial?
"Ganz klar bei unseren Modulanlagen und den Holz-Hybrid-Bauten. Wir realisieren Projekte im ganz normalen Wettbewerb – viele für die öffentliche Hand, wie Schulhäuser oder Kindergärten. Aber auch Bürogebäude für institutionelle Investoren."
"Blick in die Fertigung"
Wer arbeitet normalerweise in diesen Fertigungshallen?
"Hier arbeiten hauptsächlich Zimmerleute. In der Schreinerei und im Fensterbau dann auch gelernte Schreinerinnen und Schreiner.
Übrigens – die blaue Maschine dort ist unser Stampflehm-Roboter. Und hier drüben siehst du die Produktionslinie für unsere Modul-Konstruktionen. Das Holz dafür wird bei uns geplant, dann senden wir die 3D-Modelle direkt an den Lieferanten. Der übernimmt den präzisen Zuschnitt und schickt uns die Teile als Bausatz zurück. Hier im Werk setzen wir sie dann zu fertigen Bauteilen zusammen."
Und das hier sind die Deckenmodule?
"Genau – hier siehst du die Deckenproduktion. Und gleich daneben die Wandfertigung. Die Wände laufen automatisch an die Montageanlagen, alles ist auf maximale Effizienz und Präzision ausgelegt."
Bist du eigentlich selber Zimmermann?
"Ich habe vor 33 Jahren Zimmermann gelernt, Ja. Dann habe ich Bauingenieur und Betriebswirtschaft studiert."
Und jetzt bist du CEO der ERNE Holzbau und es kommt alles zusammen?
"Ja, jetzt kommt alles zusammen. Ich bin seit 30 Jahren im Unternehmen und habe die ganze Entwicklung mitverfolgt. Wir haben eine spannende Reise hinter uns."
"Pflege und Unterhalt: Aufwendiger als Beton?"
Sind eure Holz-Hybrid-Konstruktionen eigentlich aufwändiger im Unterhalt als konventionelle Bauweisen mit Beton?
"Diese Diskussion gibt es immer wieder. Aber letztlich kommt es auf die Nutzung an. In einem Bürogebäude, das intensiv genutzt wird, macht das kaum einen Unterschied. Auch ein Vollwärmeschutz muss regelmässig gestrichen und unterhalten werden. Natürlich würde ich eine Metzgerei nicht unbedingt mit Holzoberflächen gestalten."
Aus hygienischen Gründen, nehme ich an?
"Ja, jetzt kommt alles zusammen. Ich bin seit 30 Jahren im Unternehmen und habe die ganze Entwicklung mitverfolgt. Wir haben eine spannende Reise hinter uns."
"Raumklima, Temperatur, Wohlfühlen"
Du sprichst einen interessanten Punkt an: den Wohlfühlcharakter eines Gebäudes. Welche Auswirkungen haben Holz-Hybrid-Konstruktionen auf das Raumklima, auf Temperaturverhalten und so weiter?
"Ein reiner Holzbau hat weniger Masse als ein konventioneller Massivbau – das ist physikalisch einfach so. Und das kann zu stärkeren Temperaturschwankungen führen. In einem Betongebäude bleibt es anfangs lange kühl, weil die Masse die Wärme absorbiert. In einem sehr leichten Gebäude wird es dagegen schnell warm, sobald die Sonne reinscheint.
Deshalb setzen wir auf die Hybridkonstruktion. Sie bringt beides zusammen: Der Holzbau sorgt für sehr gute Dämmung, und die gezielt eingesetzten Betonteile liefern die nötige Masse, um Temperaturschwankungen zu puffern.
Zusätzlich arbeiten wir mit der Haustechnik: In der Decke haben wir Belüftungssysteme integriert, mit denen wir Wärme im Beton speichern und später wieder abgeben können. So funktioniert ein Holz-Hybridbau in Bezug auf das Raumklima ähnlich wie ein konventioneller Massivbau – aber mit deutlich besserer CO₂-Bilanz."
Bedeutet das, dass sich die Menschen in solchen Gebäuden sogar wohler fühlen?
"Ja, das hängt ganz stark mit den Oberflächen zusammen. Man kann jeden Raum behaglich machen – mit durchdachter Möblierung oder hochwertigen Materialien. Aber ein Holzbau bringt von sich aus schon viel Behaglichkeit mit.
Ich behaupte: Der Mensch hat nicht nur in der Höhle gelebt, sondern auch im Wald – und Holz erinnert uns an den Wald. Es ist ein natürliches Material, es duftet angenehm, es fühlt sich gut an. Ein Spaziergang im Wald tut gut – genau dieses Gefühl bringt ein Holzbau ins Gebäude."
Wo sind wir jetzt? Was passiert hier gerade?
"Hier fertigen wir unsere Holz-Beton-Verbundkonstruktionen. Im Moment automatisieren wir die Produktion der Decken – bestehend aus zwei Komponenten: unten Holz, oben Beton. Die beiden Materialien werden schubfest miteinander verbunden, damit sie statisch gemeinsam wirken. Unten siehst du den Holzbalken, oben wird später der Beton eingebracht. Diese Elemente werden nachträglich «verheiratet»."
"Nachhaltigkeit in der ERNE-DNA"
Hier also die Hybridkonstruktionen, dort die Module, dann eure Projekte mit Lehm – nachhaltiges Bauen scheint in eurer DNA zu liegen. Gleichzeitig hört man oft, die Baubranche sei träge. Ein Dilemma?
"Wir sind definitiv nicht träge."
Den Eindruck habe ich auch nicht.
"Aber ja, die Branche insgesamt kommt nur langsam in Bewegung. Ein gutes Beispiel: der klassische Baumeister. Viele arbeiten heute noch so wie vor 30 Jahren. Da gab es kaum grosse Innovationen. Der Holzbau hingegen hat sich in den letzten 20 Jahren massiv weiterentwickelt – das ist ein sehr innovativer Bereich. Wir hatten das Glück, Teil dieser Entwicklung zu sein – und wir haben auch aktiv mitgestaltet.."
Warum tut sich gerade bei den Baumeistern so wenig?
"Technologisch ist dort schon vieles ausgereizt. Die eigentliche Entwicklungsphase liegt hinter uns – jetzt fehlen neue Impulse. Einer dieser Impulse ist ganz klar der Bedarf an CO₂-reduzierten Konstruktionen. Das bringt Bewegung in die Sache.
Früher hiess es über uns: „Ihr seid die Tesla der Baubranche.“ Heute ist das vielleicht kein idealer Vergleich mehr (lacht), aber damals meinten sie: Ihr macht etwas ganz anderes – und stosst damit auf Skepsis. Irgendwann merkt man dann: Das hat doch seine Berechtigung."
Heisst das umgekehrt, die Baumeister können es sich leisten, träge zu bleiben?
"Ganz und gar nicht. Sie müssen sich bewegen. Der Margendruck ist enorm. Die Baubranche ist wirtschaftlich so am Anschlag, dass viele Unternehmer kaum noch Geld verdienen. Genau da wären Innovationen gefragt – aber sie kommen zu selten."

"Vollautomatisierte Hybriddeckenproduktion"
"Übrigens – vorhin habe ich von der Hybriddeckenfertigung gesprochen. Was du hier siehst, ist unsere vollautomatisierte Anlage dafür. Die Bauteile – wir nennen sie scherzhaft «Kuchenbleche» – laufen hier im Kreis durch verschiedene Stationen.
Hier vorne ist ein grosser Plotter. Stell dir einen klassischen Plotter vor – hier wird die exakte Schalung aufgezeichnet. Dann wandert das Bauteil weiter, wird abgeschalt und durch einen Querverteiler auf sieben Stationen verteilt. Dort wird die Armierung eingebaut – alles vollautomatisch.
Dann kommt das Bauteil zurück – zur Schüttelstation. Dort wird betoniert und gleichzeitig geschüttelt. Dadurch können wir CO₂-reduzierten Beton einsetzen – das ist eine echte Innovation. Danach wird die Oberfläche abgezogen, also geglättet, und dann wandert das fertige Bauteil unter uns durch ins sogenannte Palettenlager."
Das heisst, ihr „schüttelt“ die Holzkonstruktion mit dem Beton zusammen?
"Korrekt. Das gesamte Element wird mechanisch „verschüttelt“. Und hier drüben siehst du das Palettenlager – stell dir das vor wie einen grossen Backofen. Die «Kuchenbleche» werden dort eingeschoben und bleiben rund zwölf Stunden drin. Links siehst du das Regalbediengerät – es hebt die zehn mal vier Meter grosse Palette an, schiebt sie ins Regal, und später kann man sie wieder abrufen. Präzise, schnell, effizient."
Von welchem Gewicht sprechen wir hier?
"Bis 12 t hat so ein Ding. Komm wir gehen weiter."
Noch einmal zurück zum Anfang. Du hast erklärt, dass ihr bei euren Hybridkonstruktionen statt der üblichen 25 Zentimeter Betondicke nur 12 verwendet. Was bedeutet das für die Ingenieurinnen und Ingenieure? Müssen sie anders bauen? Grössere Fundamente?
"Im Gegenteil – eher kleinere. Aber du hast recht: Für die Bauingenieure ändert sich tatsächlich etwas. Sie müssen hybrid konstruieren können."
Was heisst das genau?
"Sie müssen das Material Holz verstehen – und wissen, wie Holz und Beton im Zusammenspiel funktionieren. Darum investieren wir auch so viel in Forschung und Entwicklung. Das Wissen ist zentral."
"Hebel für nachhaltiges Bauen"
Gutes Stichwort – wo siehst du aktuell die grössten Hebel im nachhaltigen Bauen?
"Im Beton ist der nächste Schritt sicher die Wahl der richtigen Zementsorte – und vor allem, möglichst wenig Zement überhaupt zu verwenden. Dort drüben steht übrigens unser eigenes Betonwerk. Dort tüfteln wir an neuen Rezepturen. Da steckt noch viel Potenzial drin.
Ein weiterer Hebel sind alternative Bindemittel."
Welche Bindemittel könnten das sein?
"Es gibt einige vielversprechende Startups in der Schweiz, die daran arbeiten. Mit einem davon kooperieren wir bereits. Die testen zum Beispiel salzbasierte Bindemittel oder alternative Klinker in der Zementherstellung. Es bewegt sich gerade viel."
"Neue Materialien & Exoten"
Was gibt es sonst noch an nachhaltigen Materialien?
"Es gibt einige Exoten – da wird zum Beispiel mit Stroh oder Hanf gedämmt. Ob sich das durchsetzt, wird sich zeigen. Wir beobachten das genau."
Und was hältst du von den derzeit so populären CO₂-Kompensationen?
"Nicht viel. Kompensation bringt uns als Branche nicht weiter. Wir waschen damit nur unser Gewissen rein – das ist aus meiner Sicht das Dümmste, was wir tun können. Nur weil wir mit Holz bauen, rechtfertigt das keinen konventionellen Betonbau.
Wir müssen als Gesamtsystem besser werden. Dazu gehört auch, dass wir mit bestehenden Materialien besser umgehen – und nicht nur auf neue Hoffnungsträger setzen. Das ist auch der Grund, warum wir beim Stroh oder anderen Exoten noch zurückhaltend sind.
CO₂-Kompensation führt oft dazu, dass andernorts weiter emissioniert wird. Die Holzbranche muss aufpassen, dass sie nicht als «grüne Ausrede» missbraucht wird. Sie hat eine Vorbildfunktion – und übt auch Druck auf andere Bauweisen aus. Wenn wir zeigen, dass CO₂-neutrales Bauen möglich ist, dann müssen die anderen nachziehen."
"Zwischen Hoffnung und Realität"
Keine besonders erbauliche Perspektive…
"Hoffnung sollten wir nie aufgeben – aber wir dürfen uns nicht allein auf sie verlassen. Die Chance, dass wir ein neues Wundermaterial finden, ist gering. Beton ist nun mal sehr günstig – und das ist Teil des Problems.
Aber: Wenn wir es schaffen, Beton besser zu machen, kann das auch ein Teil der Lösung sein. Vor allem, weil sich solche Lösungen schneller skalieren lassen. Dann ist wieder der Ingenieur gefragt."

"Die Rolle der Ingenieurinnen und Ingenieure"
Also wieder mehr Denkarbeit für die Ingenieurinnen und Ingenieure?
"Nicht mehr, aber anders. Wir müssen wieder lernen, so zu konstruieren, dass wir Materialeffizienz bauen. Die Zeit der klassischen Flachdecken, bei denen man einfach möglichst viel Beton verbaut, ist vorbei. Sie hat viele neue Probleme geschaffen.
Auch im Betonbau geht der Trend wieder zu Rippenkonstruktionen – weniger Material, mehr Effizienz, filigranere Bauweise. Das fordert die Planerinnen und Planer – und macht den Beruf wieder spannender."
Haben die Bauingenieurinnen und -ingenieure diese Chance erkannt?
"Ja. Viele klassische Ingenieurbüros, die aus dem Stahlbetonbau kommen, besuchen uns heute, um zu lernen, wie wir hybrid konstruieren. Das Thema ist angekommen – auch bei den Architekturbüros."
Wenn Nachhaltigkeit bei euch so im Fokus steht – hat das auch Einfluss auf die Rekrutierung? Müssen neue Mitarbeitende ein nachhaltiges Mindset mitbringen?
"Unsere Mitarbeitenden sind auf jeden Fall eng mit dem Thema Holz verbunden. Das ist eine Grundvoraussetzung – dass man versteht, was dieses Material bedeutet und wie es funktioniert. Und das sind oft auch Leute, die sich grundsätzlich für Nachhaltigkeit interessieren. Die wissen, wo das Material herkommt, und verstehen, dass es langfristig funktionieren muss.
Wir haben viele im Team, für die das Thema zentral ist – und die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Aber nein, wir fragen das nicht explizit im Bewerbungsgespräch ab. Es ist eher etwas, das sich im Tun zeigt – und in der Haltung."
"Verantwortung übernehmen – auch regional"
Stichwort Verantwortung – wo übernehmt ihr sie noch, ganz konkret im Bereich Nachhaltigkeit?
"Für mich gehört dazu auch, dass wir sinnstiftende Arbeitsplätze in der Region bieten. Das ist ein Teil von Nachhaltigkeit – nicht nur ökologisch, sondern auch sozial. Und natürlich spielt auch die ökonomische Nachhaltigkeit eine Rolle.
Früher wurde die ökonomische Sichtweise ja oft über alles andere gestellt. Heute wissen wir: Es geht nur im Zusammenspiel. Und um das klarzustellen – es ist nicht so, dass der Holzbau automatisch teurer ist. Der Unterschied ist vielmehr: Der Massivbau externalisiert seine wahren Kosten."
Wie meinst du das?
"Die ökologischen Kosten des Betonbaus – die CO₂-Emissionen und deren Auswirkungen auf das Klima – sind heute nicht im Produktpreis enthalten. Wenn der CO₂-Preis realistisch wäre, dann wäre Beton deutlich teurer. Und dann gäbe es diesen vermeintlichen Preisvorteil gegenüber dem Holzbau gar nicht mehr.
Aber der CO₂-Preis, so wie er aktuell eingepreist ist, ist viel zu tief. Das ist eine politische Entscheidung – und die müsste dringend überdacht werden. Wenn man sich anschaut, woher der Klimawandel kommt, ist das relativ klar: Öl, Gas, Kohle – und die Zementherstellung. Letztere ist aufgrund des chemischen Prozesses extrem CO₂-intensiv.
Beim Holzbau ist es genau umgekehrt: Die Entstehung des Holzes bindet CO₂ – durch Photosynthese wird Kohlenstoff im Baum gespeichert, in Form von Zellulose. Aber auch das funktioniert nur, wenn wir nachhaltig wirtschaften. Wir dürfen nicht mehr Holz entnehmen, als nachwächst. Sonst ist auch der Holzbau nicht nachhaltig."
"Das Dilemma der wachsenden Gebäude"
Und genau da liegt das Dilemma?
"Ja. Die Gebäude werden grösser – und damit steigt der Ressourcenbedarf. Gleichzeitig dürfen wir nicht beliebig viel entnehmen. Es braucht also Know-how und Weitsicht. Denn nachhaltiges Bauen heisst auch, verantwortungsvoll mit dem Material umzugehen – und nicht einfach irgendetwas zu bauen, nur weil es technisch machbar ist. Es muss auch sinnvoll sein – im energetischen, ökologischen und gesellschaftlichen Kontext."
"Materialien am richtigen Ort einsetzen"
Was meinst du genau, wenn du sagst, Materialien sollen dort eingesetzt werden, wo es Sinn ergibt?
"Es gibt Beispiele, wo Holzkonstruktionen aus meiner Sicht falsch eingesetzt werden. Etwa, wenn Menschen anfangen, Keller aus Holz zu bauen. Das ist für mich nicht nachvollziehbar. Oder wenn versucht wird, Schwerlastbrücken komplett aus Holz zu errichten – das macht einfach keinen Sinn."
Warum ist ein Holzkeller problematisch?
"Weil Gebäude robust sein müssen. Und ein Keller aus Holz ist das nicht.– da unten ist Feuchtigkeit, das weiss man und Wasser ist der natürliche Feind von Holz. Ähnlich beim Strassenbau: Es gibt Forschungsprojekte, die nachweisen, dass man ganze Strassenbrücken aus Holz bauen kann– inklusive Fahrbahn. Aber die Belastungen sind zu hoch: Tausalz, Vibrationen des Schwerverkehr; dass alles stellt extreme Anforderungen an die Abdichtungssysteme. Da wird Holz extrem exponiert. Dann geht’s oft nur noch darum, zu zeigen, dass man es kann. Ja, man kann. Aber die entscheidende Frage ist: Sollte man es überhaupt? Vielleicht ist Beton an solchen Stellen einfach das bessere Material."
"Nachhaltigkeit: Ein Entwicklungsweg"
Wo hat es bei euch „Klick“ gemacht in Sachen Nachhaltigkeit?
"Wir waren immer schon ein sehr dynamisches Unternehmen. Das hat sicher auch mit unserem Umfeld zu tun – wir haben eine Schwestergesellschaft, die eine klassische Bauunternehmung ist. Wir haben uns nie gescheut, andere Materialien in die Hand zu nehmen.
Auch das Thema Industrialisierung haben wir früh mitgedacht. Es gehört irgendwie zu unserer DNA. Schwieriger wird es dann, dieses Mindset zu bewahren, wenn man wächst. Aber ich glaube, das ist uns gelungen – auch, weil sich die Branche mitentwickelt hat. Unsere Innovationskraft zu erhalten, ist für uns eine zentrale Aufgabe.
Dazu braucht es die richtigen Leute – und die richtigen Projekte. Und ja, es braucht auch Mut. Und Investitionen. Das muss man sich leisten können. Ein grösseres Unternehmen kann sich das vielleicht eher leisten als ein kleines. Aber wir sehen es auch als Verpflichtung."
"Forschung und Ausblick"

Der Bereich Forschung und Entwicklung bei euch – wächst der?
"Ja, auf jeden Fall. Absolut im Umfang, und auch im Verhältnis zur Unternehmensgrösse wird er immer relevanter. Forschung und Entwicklung ist ein wichtiger Teil unseres Geschäftsmodells."
Und wenn du jetzt eine Prognose wagst: Wo steht ERNE Holzbau in zehn Jahren?
"Ich glaube, unsere beiden Schwerpunkte – modulare Konstruktionen in Verbindung mit industriellem Bauen und unsere Hybridkonstruktionen – werden sich weiter etablieren. Das ist kein Trend oder Hype. Das ist eine Entwicklung, die bleibt. Und sie wird an Bedeutung gewinnen. Davon bin ich überzeugt."
Das Interview führte Anna Tina Heuss mit Patrick Suter, vielen Dank.