Jahresbrief 2025 - 2026
Jahresbrief 2025/2026 «Trotz KI: der Mensch ist gefragt. Vielleicht mehr denn je?»
«Dieser Text wurde mit KI generiert.»
Aber dieser sicher nicht! Ich habe diesen Brief tatsächlich ganz ohne KI geschrieben. Wie jedes Jahr habe ich mich hingesetzt und das Jahr 2025 Revue passieren lassen. Und wie so oft war es sehr, sehr früh an einem Dezember-Samstagmorgen – meiner kreativsten Zeit.
KI – Ein Jahr der rasanten Entwicklung
In einem Zeitungsartikel habe ich gelesen, dass in diesem Jahr zum ersten Mal mehr Artikel und Texte durch KI generiert wurden als von Menschen geschrieben. Und wenn man bedenkt, dass wir uns erst am Anfang dieser Entwicklung befinden, kann man sich gut vorstellen, mit welchem Tempo diese Technologie voranschreitet.
Mit allen Freunden, Kolleginnen und Geschäftspartnern, mit denen ich spreche, gibt es bereits Berührungen oder Anwendungen mit KI. Sei es, um sich eine Meinung zu bilden, oder um eine detaillierte Anfrage in der privaten und/oder geschäftlichen Tätigkeit zu stellen. KI hat praktisch immer eine Antwort.
Aber: Die Qualität dieser Antworten hängt stark von der präzisen Frage ab. Das System ist nur so gut, wie Sie auch in diesem Thema Bescheid wissen: Die erhaltenen Daten müssen anschliessend mit anderen Mitteln auf ihre Richtigkeit überprüft werden. Dazu kommt – Stichwort Fake News – die Vielzahl unwahrer und bereits publizierter Inhalte, die heute im Umlauf sind. Und jetzt frage ich mich: Was ist wahr und was nicht? Wem oder was kann ich noch glauben?
Hier sind wir alle gefordert. Wer kann solche Inhalte zuverlässig überprüfen? Ganz einfach: nur Sie selbst. Der Mensch ist also mehr denn je gefragt.
Planung und Verantwortung im Zeitalter der KI
Auch im Planungsbereich gibt es inzwischen zahlreiche Tools, die unsere Arbeit vereinfachen. Der Einsatz von KI-gestützten Programmen für Routineaufgaben macht durchaus Sinn. Hingegen sind unsere ingenieurtech-nischen Beurteilungen durch KI derzeit noch nicht vollständig ersetzbar. Als Ingenieurinnen und Ingenieure haben wir jedoch die Möglichkeit, uns die KI, respektive die daraus entstehenden Applikationen, zunutze zu machen – und das tun wir.
Nachhaltigkeit als Jahresthema
In unserem Jahresmotto geht es um Nachhaltigkeit. Speziell im Bausektor haben wir uns mit neuen Technolo-gien und Produkten auseinandergesetzt, die auf eine Reduktion der CO2-Emissionen zielen – von der Produk-tion von Gütern und Materialien über deren Lifecycle bis hin zur Wiederverwertung von Komponenten.
Vielleicht haben Sie dazu unsere Plangespräche mit den Persönlichkeiten von Jura Zement und der Erne Holzbau AG gelesen? Sie finden diese auf unserer Webseite.
Ein Rückblick auf unsere Projekte 2025
Nachhaltigkeit zeigt sich nicht nur in Materialien und Technologien, sondern auch in der Art und Weise, wie wir Projekte begleiten. Und davon durften wir 2025 einige realisieren, die uns besonders gefordert und gleich-zeitig viel Freude bereitet haben.
In der ganzen Region waren wir bei zahlreichen Neubauten, Wohnhäusern, Umbauten und Sanierungen betei-ligt – jedes Projekt mit seiner eigenen Dynamik und Geschichte. Stellvertretend dafür stehen der Neubau von Maya Umzüge und das Museum Schiff in Laufenburg, Projekte, die unsere Handschrift und Expertise sichtbar machen.
Gleichzeitig begleiteten wir verschiedene grössere Überbauungen, die unser Jahr intensiv prägten: Möhlin, Pratteln, Wegenstetten, Dornach und Binningen. Speziell die Überbauung in Seon macht Eindruck: Seon 1, ein Mehrfamilienhaus mit 22 Wohnungen und einer Apotheke ist fertig. Bei Seon 2 mit Tiefgarage, den neuen Verkaufsflächen eines Grossverteilers und 40 Wohnungen läuft die Megabaustelle aktuell auf Hochtouren – mit einer beeindruckenden Baustellenorganisation, komplexen Baugruben und einem Tragwerk, das in enger Abstimmung mit allen Beteiligten entwickelt wurde.
Unser Team wächst weiter
Auch ein Highlight: Wir konnten in diesem Jahr neue Mitarbeitende für den Hoch- und Tiefbau gewinnen. Zudem hat bereits unser neuer Lernender ab 2026 unterschrieben. Gerade bei den jungen Berufsleuten sehe ich die Zukunft unseres Unternehmens. Sie sind mit modernen Technologien vertraut und erkennen deren Vorteile – insbesondere in der Planung. Wir als Keller Bauingenieure freuen uns sehr, mit ihnen die nächsten technologischen Stufen zu erklimmen und aktiv mitzugestalten.
Herzlich willkommen im Team Andreas, Esra, Florian und Nicolas! Einen guten Start wünsche ich auch Leard, unserem neuen Lernenden. Ich freue mich über neue Denkweisen, neues Fachwissen und eine Dynamik im Büro, die uns als Team noch stärker macht.
Ein Projekt mit Symbolkraft
Gerade an anspruchsvollen Projekten zeigt sich, wie wertvoll ein starkes Team ist. Denn unsere Arbeit lebt von guter Zusammenarbeit, fachlichem Know-how und Lösungen, die funktionieren. Nicht umsonst heisst unser Motto: «trägt.stützt.passt».
Ein Projekt, bei dem alles zusammenkommt, möchte ich besonders hervorheben: die neue, 74 Meter lange Zufahrtsbrücke für das Kraftwerk in Wyhlen. Das Projekt umfasste die technische 3D-Planung bis hin zur Umsetzung mit modernsten Hilfsmitteln. Für unser Büro war es ein Symbolprojekt mit Strahlkraft, das wir in diesem Jahr erfolgreich abschliessen durften.
Diese Brücke steht sinnbildlich für unser 2025 – technisch anspruchsvoll, gemeinsam mit der Bauherrschaft entwickelt und mit viel Herzblut umgesetzt. Und sie steht auch symbolisch für die Brücke, die wir zu natur-energie / Energiedienste Holding AG schlagen durften.
Danke und eine Brücke ins neue Jahr
Zum Abschluss möchte ich eine Brücke zu Ihnen schlagen und wünsche Ihnen und Ihrer Familie von Herzen frohe Festtage, ein paar ruhige Tage zwischen den Jahren und einen guten Rutsch. Starten Sie gut im neuen Jahr.
Bis bald
Steven Keller und das ganze Team